Der Riesling aus dem Frauenberg ist zwar ein ungemein dichter und kompakter Wein, aber im Gegensatz zum Kirchenstück, in dem die üppige Frucht regiert, ist der Frauenberg ein schlanker und sehr zurückgenommener Wein. Fruchtige Primäraromen sind seine Sache nicht. Bei ihm dominiert der Stein: Kräuterwürze, kühle tabakige Aromen, geschliffene Säure und ein stahliges Mineralgerüst. Im Mund hat der Wein zwar viel Schmelz, aber er offenbart nicht sofort alles. Der Frauenberg will erobert werden. Er braucht Zeit. Er braucht Muße. Dann aber belohnt er mit einer fast atemberaubenden Eleganz und Feinheit, die mit den bekannten Geschmacksmustern Ping-Pong spielt: entdeckt man die Kraft, wird sie sofort von der Filigranität eingeholt; meint man die kühle Würzigkeit gefunden zu haben, drängt sich auf einmal die verspielte Säure in den Vordergrund.
Der Frauenberg ist ein Wein, der in den Zwischenräumen lebt. Er ist Hans Olliver Spaniers Interpretation eines Steinweins, der zum Meditieren einlädt.
Der Name Felsterasse deutet es schon an. Dieser Riesling stammt von einem beeindruckenden extrem steilen Weinberg in der Lage Marienburg. Der sehr karge Boden aus Schieferverwitterung verlangt der Rebe alles ab und ergibt einen intensiven Wein auf höchstem Qualitätsniveau mit sensationellem Potential. Der Wein sollte noch einige Jahre Zeit bekommen, da er sich erst dann in seiner ganzen Kraft und Nachhaltigkeit zeigt. Ein Bio-Riesling für echte Weinenthusiasten der keine Wünsche offen lässt. Das kräftig würzige Bouquet deutet schon das Aromenfeuerwerk auf der Zunge an. Dieser Riesling ist ausgesprochen rund, saftig und dicht, mit wunderbaren Aromen nach gelben Früchten und einer beeindruckenden Mineralität und unendlich lang.
Eine edelsüße Riesling-Offenbarung- Dieser Bio-Riesling mit unglaublicher Spannung, feiner Säure und extrem langem Nachhall bezaubert schon jetzt und hat fast endloses Potential.
Die uralten "wurzelechten" Rebstöcke mit ihrem minimalen Ertrag führen dazu, dass der Rothenberg in der Jugend eher verschlossen und unnahbar erscheint. Mit ein wenig Flaschenreife offenbart er jedoch einen einzigartigen und fast spektakulären Aromenfächer: süße reife Marille, feinwürziges Stachelbeeraroma und ein zarter Ton nach frischen grünen Kräutern. Im Mund spielt der Wein mit einer Mischung aus reifer, schmeichelnder Cremigkeit und fordernder Mineralität, die den Mund restlos auskleidet. Dabei beginnt der Wein eine salzige Würze zu entwickeln und verweist auf die steinige Macht des rotschiefrigen Bodens. Ein echter Gänsehautwein!