Das Weingut Battenfeld Spanier liegt am südlichsten Zipfel des Wonnegau in der Nähe von Worms. Auf 28 ha wird von Hans Olliver Spanier Biowein der Extraklasse produziert. Das Wonnegau ist bekannt für seine kalkhaltigen Unterböden. Hier entstehen hauptsächlich trockene Bioweine, die den Boden auf dem Sie wachsen deutlich erkennen lassen. Hans Olliver Spanier nennt sie Steinweine, was noch deutlicher als der Begriff Terroir zeigt, was gemeint ist. Die Ortsweine und Großen Gewächse der unterschiedlichen Lagen des Betriebes lassen sich deutlich unterscheiden, hinsichtlich Mineralität und Fruchtigkeit. Seit 1996 gehört das Weingut Battenfeld Spanier dem Biowein-Anbauverband Ecovin an und wirtschaftet seit 2007 zudem biologisch-dynamisch. Ziel ist es, die Vitalität der Böden zu erhalten um auch weiterhin Spitzenweine zu erzeugen. Das Wonnegau, im Regenschatten von Donnersberg und Vogesenausläufern gelegen, zählt zu den regenärmsten Gebieten, in denen in Deutschland Weinbau betrieben wird. Das bedeutet, dass die reben tief wurzeln müssen um sich das Wasser zu sichern. Sie müssen sich mit ihren Wurzeln förmlich in das Gestein quälen und saugen förmlich die wertvollen und prägenden Mineralien in die Trauben und präsentieren in den Weinen so um so deutlicher ihren Standort. Hier zeigt sich, dass beim Wein Qualität von Qual kommt. Die Bioweine des Weingutes Battenfeld Spanier gehören eindeutig zur deutschen Spitze, und brauchen auch international keinen Vergleich zu scheuen. Probieren Sie selbst!
Ein spielerisch schwungvoller trockener Bio-Riesling vom Weingut Battenfeld-Spanier. Bereits in der Nase verströmt der Wein eine reife Steinobstfrucht, die durch die reifen Kräuteraromen niemals aufdringlich wirkt. Im Mund finden sich die Aromen von Pfirsich und Mirabelle wieder. Ein Bio-Riesling, der niemals müde macht.
Ein Paradewein zum Spargel, ist dieser Silvaner vom Bioweingut Battenfeld Spanier, der in seiner Intensität begeistert. Aber nur zum Spargel ist er eigentlich viel zu schade.
84 Punkte Gault Millau
Frisch und kühl, so ist dieser Riesling vom Weingut Battenfeld-Spanier - wie ein Eisbach. Ein Bio-Riesling, der in der Nase eine opulente und verführerische Fruchtnote zeigt und im Mund schmeichlerisch und saftig wirkt.
Die Steinigkeit und Kargheit des Weinbergs drückt sich in der Mineralität dieses Rieslings perfekt aus: zurückgenommene Frucht, wenig Primäraromen, dafür die extrem filigranen Noten von Feuerstein und nördlichen Kräutern. Ein Riesling, der im Spiel mit der Säure und Mineralität dennoch ungeheuer
elegant und fein ziseliert ist.
Der Grüne Sylvaner aus Hohen-Sülzen zeigt, wozu Silvaner in Rheinhessen fähig ist: eine verführerische Nase nach Sommerkräutern wie Lavendel und Basilikum, untermalt mit einem feinen Honigton. Im Mund ist der Wein ein Riese: Üppigkeit und Opulenz paaren sich mit einem mächtigen Körper und einer filigranen Säure. Dabei ist es ein Riese auf Samtpfoten. Denn trotz des Drucks, den der Wein im Mund aufbaut, überwiegt doch die ungeheure Cremigkeit, die den ganzen Mund auskleidet und minutenlang nachklingt.
In der Nase ist dieser Weißburgunder ein vollreifer Früchtekorb: Anklänge an Ananas und getrocknete Mandarinenschalen unterlegt mit einem Hauch Banane. Im Mund wird die Fruchtigkeit dann durch die fein-würzigen Aromen abgelöst: etwas Räucherspeck, Anis und eine Portion Bitterorangenschokolade. Die milde Säure verstärkt den Eindruck der Cremigkeit und der Wein kleidet den Mund zart aus.
Dieser Biowein vom Weingut Battenfeld Spanier zeigt im Glas sattes Rot und funkelnde Reflexe. Ein Bouquet von Tabak und Kirsche, im Mund saftig, erfrischend mit feiner Würze.
87 Punkte (sehr gut) - Gault Millau
Französische und Spanische Rebsorten aus Rheinhessen. Tiefdunkel, fast schwarz schimmert der Wein im Glas. Die feine Kirschfrucht des Tempranillo geht eine spannungsgeladene Marriage mit den Kräuteraromen des Cabernet ein. Die Geschmeidigkeit des Merlot und die erdigen Aromen des Syrah runden den Wein wunderbar ab. So ist der Sinope trotz seiner frischen Kühle ein klassischer Vertreter des internationalen Stils, der in Deutschland erst in den letzten Jahren als Folge des höheren Reifepotentials möglich wurde.
Die Rebstöcke für den Lagenwein Kirchenstück Großes Gewächs haben ein Durchschnittsalter von 35 Jahren. Die Erträge sind geringst, der Most hochkonzentriert. Trotz der Dichte und Mächtigkeit ist der Wein ein Schmeichler, vor allem ein Nasenschmeichler. Ein reifer Fruchtkorb mit Ananas, süßen Mirabellen und kandierten Zitrusfrüchten springt einem förmlich entgegen. Man denkt an die Fülle und Opulenz einer Beerenauslese, bis man im Mund merkt, dass der Wein trocken ist. Das mineralische Gerüst und die feine Säure setzen den Kontrapunkt zu der vollen Reife, die der Wein besitzt.
Der Riesling aus dem Kirchenstück ist immer der barockeste Wein des Weingutes: verspielt, üppig, sinnesfroh. Er kleidet den Mund weich aus, besitzt einen wunderbaren Schmelz und betört mit seinen Fruchtkomponenten.
Das Große Gewächs Kirchenstück stammt aus über 35 Jahre alten Riesling-Rebstöcken. Der Riesling aus dem Kirchenstück ist ein barocker Wein: verspielt, üppig, sinnesfroh. Er kleidet den Mund weich aus, besitzt einen wunderbaren Schmelz und betört mit seinen Fruchtkomponenten.
Der Riesling aus dem Frauenberg ist zwar ein ungemein dichter und kompakter Wein, aber im Gegensatz zum Kirchenstück, in dem die üppige Frucht regiert, ist der Frauenberg ein schlanker und sehr zurückgenommener Wein. Fruchtige Primäraromen sind seine Sache nicht. Bei ihm dominiert der Stein: Kräuterwürze, kühle tabakige Aromen, geschliffene Säure und ein stahliges Mineralgerüst. Im Mund hat der Wein zwar viel Schmelz, aber er offenbart nicht sofort alles. Der Frauenberg will erobert werden. Er braucht Zeit. Er braucht Muße. Dann aber belohnt er mit einer fast atemberaubenden Eleganz und Feinheit, die mit den bekannten Geschmacksmustern Ping-Pong spielt: entdeckt man die Kraft, wird sie sofort von der Filigranität eingeholt; meint man die kühle Würzigkeit gefunden zu haben, drängt sich auf einmal die verspielte Säure in den Vordergrund.
Der Frauenberg ist ein Wein, der in den Zwischenräumen lebt. Er ist Hans Olliver Spaniers Interpretation eines Steinweins, der zum Meditieren einlädt.
Der Schwarze Herrgott muss nichts mehr beweisen. Das ist unaufgeregter Wein, heiter und ernst zugleich.
Die Präzision, die der Riesling aus dieser Lage hervorbringt, ist selbst unter den kargen Kalkfelslagen des Wonnegau einzigartig. Nichts dient oder ist Beiwerk, alles ist nur um sich selbst wegen. Tiefgründig und tänzelnd zugleich vereint der Wein würzige Steinaromen mit lichthaft schwebender Eleganz. Die pikante Nase nach Jod und Mineralien wird von unaufdringlichen weißen Fruchtnoten wie Mirabelle und reifer Quitte umspielt. Die knackig stahlige, messerscharf ziselierte Mineralität am Gaumen unterstreicht das unaufgeregte Aromenspiel, wie es nur große Weine besitzen. Das geht über Riesling hinaus, erinnert an die großen Weine aus Mersault, und trotzdem: das kann nur Riesling.
Der Riesling aus dem Frauenberg ist zwar ein ungemein dichter und kompakter Wein, aber im Gegensatz zum Kirchenstück, in dem die üppige Frucht regiert, ist der Frauenberg ein schlanker und sehr zurückgenommener Wein. Fruchtige Primäraromen sind seine Sache nicht. Bei ihm dominiert der Stein: Kräuterwürze, kühle tabakige Aromen, geschliffene Säure und ein stahliges Mineralgerüst. Im Mund hat der Wein zwar viel Schmelz, aber er offenbart nicht sofort alles. Der Frauenberg will erobert werden. Er braucht Zeit. Er braucht Muße. Dann aber belohnt er mit einer fast atemberaubenden Eleganz und Feinheit, die mit den bekannten Geschmacksmustern Ping-Pong spielt: entdeckt man die Kraft, wird sie sofort von der Filigranität eingeholt; meint man die kühle Würzigkeit gefunden zu haben, drängt sich auf einmal die verspielte Säure in den Vordergrund.
Der Frauenberg ist ein Wein, der in den Zwischenräumen lebt. Er ist Hans-Oiver Spaniers Interpretation eines Steinweins, der zum Meditieren einlädt.