Rebsorte Weißburgunder

Weißburgunder

Der Weißburgunder oder auch Weißer Burgunder ist eine natürliche Mutation des Grauburgunder, der widerum aus dem Spätburgunder mutiert ist. Im 19. Jahrhudnert tauchten im Burgund plötzlich Reben auf, die nicht die typische Rot- bzw. Graufärbung des Grauen Burgunders zeigten, sondern bis zur Reife hin grün blieben. Zunächst für Chardonnay gehalten, stand bald fest, dass es sich hierbei um eine eigenständige Rebsorte, den Weißen Burgunder handelte.

Die Sorte ist äußerlich dem Chardonnay sehr ähnlich, und lässt sich nur mit großer Erfahrung oder durch molekularbiologische Verfahren von diesem unterscheiden. Das gilt aber nur für die Unterscheidung der Pflanze. Die aus Ihr entstehenden Weine zeigen eine schnell zu erfassende Eigenständigkeit.

Neben der Bezeichnung Weißer Burgunder sind auch die Namen Klevner oder Pinot blanc (Frankreich) bzw. Pinot bianco (Italien) üblich.

Der Weißburgunder gerät am besten auf südlich ausgerichteten, tiefgründigen, warmen, kalkhaltigen Böden. Hier kann er selbst bei hohen Erträgen hohe Mostgewichte erreichen. Die Rebsorte ist auf Grund ihres mittelfrühen Austriebs empfindlich gegen späte Frühjahrsfröste, zeigt jedoch eine gute Winterfrosthärte. In Deutschland wird der Weiße Burgunder mit leicht steigender Tendenz auf etwa 3.600 ha (3,5 % dr Anbaufläche) angebaut. Schwerpunkte sind Baden und die Pfalz. Aber auch an Mosel und Nahe ist er häufig anzutreffen. In Österreich beträgt die Anbaufläche des Weißen Burgunders etwa 1.000 ha.

Der Wein hat eine meist grünlich gelbe Farbe und zeigt eine verhaltenen, zarten Duft mit Aromen von Lindenblüten, Melonen, Birnen und anderen gelben Früchten. Das Verhältnis von Frucht und Säure ist meist sehr harmonisch. Nur in südlichen, zu heißen Anbaugebieten fehlt dem weißen Burgunder oft die Säure.
Kräftige Weißburgunder-Spätlesen aus der Pfalz oder aus Baden erreichen bis zu 14 % Alkohol und sind bei höheren Säuregehalten als beim Grauburgunder zu den ausdrucksstärksten, üppigsten und reichhaltigsten Weißweinen Deutschlands zu rechnen.

Weißer Burgunder im biologischen Weinbau

Die Rebsorte ist weinbaulich nicht einfach zu führen. Sie zeichnet sich durch sehr dünnhäutige Beeren aus, die sehr leicht beschädigt werden können. Das erfordert eine extrem schonende Verarbeitung, um vorzeitigen Saftverlust, Fehlgärungen und Verunreinigungen zu vermeiden. Im biologischen Qualitätsweinbau ist ohnehin die Handernte das Maß aller Dinge. Insofern bestehen hier gute Voraussetzungen für diese Rebsorte.

Ein weiteres Problem des weißen Burgunder für den biologische Weinbau ist seine hohe Anfälligkeit gegenüber dem echten und dem falschen Mehltau. Diese sind in Befallsjahren nur durch intensive Laubarbeit zu beherrschen, um eine gute Durchlüftung der Reben zu gewährleisten. Dies senkt die Infektionswahrscheinlichkeit und die Ausbreitungsbedingungen für die Pilzkrankheiten. Alle Maßnahmen die die Reben stärken, wie eine verhaltene Düngung, Hornkieselpräparate usw. helfen, den Befall im biologischen Weinbau niedrig zu halten. Aber auch im biologischen Weinbau ist in Befallsjahren der Einsatz von Kupferpräparaten im Weißen Burgunder meist unumgänglich.

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