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säurearme Weine

Säure gehört zum Wein. Doch manchmal ist es nach Ihrem Empfinden einfach zu viel?

Da es sehr schwierig ist, säurearme Weine sicher zu erkennen, haben wir Ihnen hier einige Weine mit geringer oder sehr milder Säure als Empfehlungen zusammengestellt. Denn der Analysewert (g Säure/Liter) alleine, sagt noch nicht die volle Wahrheit. Zum einen gibt es verschiedene Säuren im Wein, die ganz unterschiedlich wahrgenommen werden. Darüber hinaus ist der pH-Wert des Weines im Zusammenspiel mit der Gesamtsäure von Bedeutung. Auch die Interaktion von Süße und Säure ist nicht zu vernachlässigen.

Der Säuregehalt des Weines wird in erster Linie durch die mit den Trauben eingebrachte Säure und dann ganz entscheidend durch die ablaufenden Gärungs- und Lagerungsprozesse im Weinkeller beeinflusst.

Im Weinberg entscheiden Witterungsverlauf, Lage des Weinberges, Rebsorte und Reifegrad über den späteren Säuregehalt des Weines. So bewirken kühle Temperaturen beim Wachstum und der Reife der Weintrauben eher höhere Säuregehalte, als es bei wärmeren Temperaturen der Fall ist. Auch der Unterschied zwischen Tag und Nachttemperaturen in den Wochen vor der Weinlese ist wichtig für die Säurestruktur. Je leichter sich der Weinberg aufheizen kann, um so geringer sind tendenziell die Säuregehalte im Wein. Mit dem Fortschritt der Reife eines Weines steigt die Zuckereinlagerung in den Beeren und die Säure wird ab- und umgebaut.

Auch die Rebsorte nimmt großen Einfluss auf den Säuregehalt. So bringen einige Rebsorten, wie z.B. die Sorten der Burgunderfamilie (Grauburgunder, Weißburgunder, Chardonnay und Auxerrois bei den weißen Reben und Spätburgunder und Frühburgunder  bei den roten Reben), aber auch Müller Thurgau, Silvaner oder Gewürztraminer, Muskateller sowie Primitivo und Merlot eher geringe Säuregehalte mit sich. Leider ist dies nicht immer richtig - ein Weißburgunder, früh gelesen oder aus einem kälteren Jahr kann auch eine knackige Säure aufweisen.

Eher säurereich sind z.B. die Rebsorten Riesling, Sauvignon blanc (weiß) und Sangiovese, Nebbiolo (rot).

In der Kellerwirtschaft ist das Schlüsselverfahren für den Säuregehalt der biologische Säureabbau (BSA) auch malolaktische Gärung genannt. Hier wird die von vielen als eher unangenehm empfundene Apfelsäure in die viel mildere Milchsäure umgebaut. 2g Apfelsäure ergeben dabei etwa 1g Milchsäure. Dies findet im Anschluss an die alkoholische Gärung in einem eigenen Gärschritt statt, für den bestimmte Bakterien verantwortlich sind. Im Ergebnis bekommt der Wein eine deutlich cremigere Textur, das Mundgefühl wird voller und die Säure milder. Der biologische Säureabbau kann nur die Apfelsäure reduzieren. Weinsäure wird auf diese Weise nicht umgebaut.

Aber: Wie oben bereits ausgeführt: Säure gehört zum Wein. Weine mit extrem niedrigen Säuregehalten sind wenig stabil und schmecken oftmals langweilig.

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