Biowein-Glossar
Bio-Wein Lexikon – Weinglossar von A bis Z
Willkommen in unserem Bio-Wein Lexikon. Hier finden Sie verständliche Erklärungen zu Weinbegriffen mit Schwerpunkt auf Biowein, nachhaltigem Weinbau und naturnaher Vinifikation.
A
Abgang: Der Abgang beschreibt den Geschmackseindruck, der im Mund bleibt, nachdem man den Wein geschluckt oder ausgespuckt hat. Ein langer, harmonischer Abgang gilt als Qualitätsmerkmal, da er zeigt, dass der Wein gut strukturiert ist und seine Aromen langsam freigibt. Bei Bioweinen wirkt der Abgang oft besonders natürlich und ausgewogen, da Frucht, Säure und Gerbstoffe nicht durch starke technische Eingriffe verfälscht werden.
Abfüllung: Die Abfüllung ist der letzte Schritt der Weinherstellung, bei dem der fertige Wein in Flaschen gefüllt und verschlossen wird. Bei Bioweinen erfolgt dieser Prozess möglichst schonend, um Sauerstoffkontakt zu vermeiden und den Einsatz von Schwefel gering zu halten. Viele Bio-Weingüter füllen ihre Weine direkt im eigenen Betrieb ab, um höchste Hygiene und Qualität zu gewährleisten.
Aromen: Aromen sind die Duft- und Geschmacksstoffe, die wir beim Riechen und Trinken eines Weins wahrnehmen. Man unterscheidet Primäraromen (aus der Traube, z. B. Apfel oder Beeren), Sekundäraromen (aus der Gärung, z. B. Hefe oder Brot) und Tertiäraromen (durch Reifung, z. B. Honig oder Nuss). Bioweine zeichnen sich häufig durch klare, unverfälschte Fruchtaromen aus, da auf künstliche Aromatisierung verzichtet wird.
Ausbau: Der Ausbau beschreibt die Reifephase des Weins nach der Gärung. Er kann im Edelstahltank, Holzfass oder Beton erfolgen. Im Bio-Weinbau wird der Ausbau möglichst naturnah gestaltet, ohne starke Schönung oder technische Korrekturen. Ziel ist es, den Charakter der Rebsorte und des Terroirs im Wein sichtbar zu lassen.
Autochthone Rebsorten: Autochthone Rebsorten sind Rebsorten, die ursprünglich aus einer bestimmten Region stammen und dort seit Jahrhunderten angebaut werden. Sie sind besonders gut an Klima und Boden angepasst und daher im ökologischen Weinbau sehr beliebt. Durch ihre natürliche Widerstandskraft benötigen sie weniger Pflanzenschutz und bringen Weine hervor, die ihre Herkunft deutlich widerspiegeln.
Anbaugebiet: Das Anbaugebiet bezeichnet die geografische Region, in der Wein angebaut wird, zum Beispiel Mosel, Rheinhessen oder Südtirol. Jedes Anbaugebiet besitzt eigene klimatische Bedingungen und Bodentypen, die den Geschmack des Weins prägen. Im Bio-Weinbau spielt das Anbaugebiet eine besonders große Rolle, da der natürliche Einfluss von Boden und Klima stärker zum Ausdruck kommt als bei stark technisch beeinflussten Weinen.
Alkoholgehalt: Der Alkoholgehalt gibt an, wie viel Prozent Alkohol im Wein enthalten sind. Er entsteht während der Gärung, wenn Hefen den Zucker in Alkohol umwandeln. Bioweine haben oft einen moderaten Alkoholgehalt, da auf künstliche Aufzuckerung verzichtet wird und die Trauben natürlich ausreifen.
Amphore: Eine Amphore ist ein traditionelles Gefäß aus Ton oder Keramik, das zur Gärung oder Reifung von Wein genutzt wird. Diese Methode stammt aus sehr alten Weinbauregionen wie Georgien. Für Bioweine ist die Amphore besonders interessant, da sie einen natürlichen Austausch mit Sauerstoff ermöglicht, ohne Holz- oder Metallgeschmack abzugeben, und somit den ursprünglichen Charakter des Weins bewahrt.
Aufzuckerung (Chaptalisation): Aufzuckerung bezeichnet das Hinzufügen von Zucker zum Most vor oder während der Gärung, um den Alkoholgehalt zu erhöhen. Im Bio-Weinbau ist diese Praxis nur eingeschränkt erlaubt und unterliegt strengen gesetzlichen Regeln. Viele Bio-Winzer verzichten bewusst darauf, um den Wein möglichst naturbelassen zu erzeugen.
Anschnitt (Ertragsschnitt): Der Anschnitt beschreibt das Zurückschneiden der Reben im Winter, um das Wachstum und den Ertrag zu steuern. Im Bio-Weinbau wird der Anschnitt besonders sorgfältig durchgeführt, da die Pflanze gesund bleiben soll und ihre Kraft auf wenige, hochwertige Trauben konzentriert wird. Ein schonender Rebschnitt trägt zur Langlebigkeit der Rebstöcke bei.
Aromaprofil: Das Aromaprofil fasst die typischen Duft- und Geschmackseigenschaften eines Weins zusammen, etwa fruchtig, würzig, floral oder mineralisch. Bioweine besitzen oft ein sehr klares Aromaprofil, weil sie nicht stark geschönt oder technisch verändert werden und somit ihre natürliche Stilistik zeigen.
Auslese: Auslese bezeichnet sowohl eine Qualitätsstufe als auch das bewusste Auswählen besonders reifer oder edelfauler Trauben. Diese werden getrennt verarbeitet, um besonders konzentrierte Weine zu erzeugen. Auch im Bio-Weinbau gibt es Auslesen, wobei die Trauben meist von Hand gelesen werden, um nur gesundes und hochwertiges Lesegut zu verwenden.
Autolyse: Die Autolyse beschreibt den Zerfall von Hefezellen nach der Gärung, vor allem bei Schaumweinen. Dabei werden Stoffe freigesetzt, die dem Wein Aromen von Brot, Brioche oder Nuss verleihen. Besonders Bio-Sekte profitieren von einer langen Autolyse, da sie auf künstliche Aromazusätze verzichten und ihre Komplexität allein durch natürliche Reife entwickeln.
Anreicherung: Anreicherung bedeutet die gezielte Veränderung des Mosts, etwa durch Zucker oder Säure. Im Bio-Weinbau ist diese Praxis stark eingeschränkt. Ziel ist es, Weine möglichst unverändert aus der Traube entstehen zu lassen und nicht durch Kellertechnik zu formen.
Authentizität: Authentizität beschreibt die Echtheit und Ursprünglichkeit eines Weins. Ein authentischer Biowein schmeckt nach seiner Rebsorte, seinem Boden und seinem Jahrgang – nicht nach industrieller Standardisierung. Für viele Kundinnen und Kunden ist genau diese Authentizität der wichtigste Grund, sich für Biowein zu entscheiden.
B
Barrique: Ein Barrique ist ein kleines Eichenholzfass mit einem Fassungsvermögen von etwa 225 bis 300 Litern. Während der Reifung nimmt der Wein Aromen wie Vanille, Karamell oder Röstaromen auf und gewinnt an Struktur. Im Bio-Weinbau wird Barrique meist behutsam eingesetzt, damit die natürliche Frucht und Herkunft des Weins nicht vom Holz überdeckt wird.
Biodiversität: Biodiversität bezeichnet die Vielfalt von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen im Weinberg. Im ökologischen Weinbau wird sie gezielt gefördert, etwa durch Blühstreifen, Begrünung zwischen den Reben oder Nistplätze für Insekten. Eine hohe Biodiversität stärkt das natürliche Gleichgewicht und macht den Weinberg widerstandsfähiger gegen Krankheiten.
Biologischer Anbau: Der biologische Anbau verzichtet auf synthetische Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger. Stattdessen werden natürliche Methoden zur Pflege der Reben eingesetzt, wie Kompost, Pflanzenextrakte oder mechanische Unkrautbekämpfung. Ziel ist es, gesunde Trauben im Einklang mit der Natur zu erzeugen.
Biowein: Biowein ist Wein aus Trauben, die nach den Regeln des ökologischen Landbaus angebaut wurden. Auch im Keller gelten strenge Vorgaben, zum Beispiel beim Einsatz von Zusatzstoffen und Schwefel. Bioweine tragen ein anerkanntes Bio-Siegel und werden regelmäßig kontrolliert.
Biodynamischer Weinbau: Der biodynamische Weinbau geht über die klassischen Bio-Richtlinien hinaus und betrachtet den Weinberg als lebendigen Organismus. Neben natürlichen Präparaten aus Kräutern und Mineralien werden kosmische Rhythmen wie Mondphasen berücksichtigt. Ziel ist es, die natürliche Vitalität von Boden und Reben zu stärken.
Boden: Der Boden ist die Grundlage für den Charakter eines Weins. Je nach Zusammensetzung aus Lehm, Kalk, Sand oder Schiefer beeinflusst er Wasserhaushalt, Nährstoffversorgung und Wärme. Im Bio-Weinbau wird der Boden besonders schonend behandelt, um sein Leben und seine Fruchtbarkeit langfristig zu erhalten.
Begrünung: Begrünung bedeutet, dass zwischen den Rebzeilen gezielt Pflanzen wachsen dürfen. Diese schützen den Boden vor Erosion, fördern Insekten und verbessern die Bodenstruktur. Für Bio-Winzer ist Begrünung ein wichtiges Werkzeug, um das natürliche Gleichgewicht im Weinberg zu erhalten.
Bentonit: Bentonit ist eine natürliche Tonerde, die zur Klärung von Wein eingesetzt wird. Sie bindet Eiweiß und Trubstoffe, die sich danach absetzen und entfernt werden können. Bentonit ist pflanzlich-mineralisch und daher sowohl für Biowein als auch für veganen Wein geeignet.
Botrytis: Botrytis ist ein Pilz, der Trauben befällt. In ungünstigen Bedingungen verursacht er Fäulnis, unter bestimmten Umständen jedoch die sogenannte Edelfäule, die für edelsüße Weine erwünscht ist. Im Bio-Weinbau wird Botrytis sorgfältig beobachtet, da auf chemische Bekämpfung verzichtet wird.
Brut: Brut ist eine Geschmacksangabe für Schaumwein und bezeichnet einen sehr trockenen Stil. Der Restzuckergehalt ist gering, wodurch Frische und Säure besonders klar hervortreten. Auch Bio-Sekte werden häufig als Brut ausgebaut, um ihre natürliche Fruchtigkeit zu betonen.
Bukett: Das Bukett beschreibt den Duft eines Weins, also die Gesamtheit seiner Aromen in der Nase. Es kann fruchtig, blumig, würzig oder mineralisch sein. Bioweine zeigen oft ein klares Bukett, da sie weniger technisch bearbeitet werden und ihre Aromen aus der Traube stammen.
Biologischer Säureabbau: Der biologische Säureabbau ist ein natürlicher Prozess, bei dem harte Apfelsäure in mildere Milchsäure umgewandelt wird. Dadurch wird der Wein weicher und runder im Geschmack. Besonders bei Rotwein und kräftigen Weißweinen wird dieser Prozess gezielt genutzt, auch im Bio-Weinbau.
Beerenhaut: Die Beerenhaut ist die Schale der Weintraube. Sie enthält Farbstoffe, Gerbstoffe und viele Aromavorstufen. Im Bio-Weinbau ist eine gesunde Beerenhaut besonders wichtig, da sie den Wein ohne chemische Hilfsmittel vor Krankheiten schützt.
Biozertifizierung: Die Biozertifizierung bestätigt, dass ein Wein nach den gesetzlichen Vorgaben des ökologischen Landbaus erzeugt wurde. Unabhängige Kontrollstellen prüfen regelmäßig Weinberge, Keller und Dokumentation. Nur zertifizierte Betriebe dürfen ihre Weine als Biowein kennzeichnen.
C
Carbonische Maischegärung: Bei der carbonischen Maischegärung vergären ganze, unversehrte Trauben in einer sauerstoffarmen Umgebung. Dabei entstehen besonders fruchtige und leichte Weine mit wenig Gerbstoffen. Diese Methode wird auch im Bio-Weinbau eingesetzt, da sie ohne chemische Zusätze auskommt und sehr schonend ist.
Cellar Door (Direktverkauf ab Weingut): Cellar Door bezeichnet den direkten Verkauf von Wein ab dem Weingut. Viele Bio-Winzer nutzen diesen Vertriebsweg, um kurze Lieferketten zu schaffen und persönlichen Kontakt zu ihren Kundinnen und Kunden zu pflegen. Dies unterstützt Transparenz und Vertrauen in die Herstellung.
Champagnerverfahren (Méthode Traditionnelle): Das Champagnerverfahren ist die klassische Methode zur Herstellung von hochwertigem Schaumwein. Die zweite Gärung findet dabei in der Flasche statt. Auch Bio-Sekte können nach dieser Methode produziert werden, wobei alle eingesetzten Zutaten wie Hefe und Zucker aus biologischer Herkunft stammen müssen.
Chaptalisation: Chaptalisation bezeichnet das Hinzufügen von Zucker zum Most, um den Alkoholgehalt zu erhöhen. Im Bio-Weinbau ist diese Praxis nur eingeschränkt erlaubt und streng geregelt. Viele Bio-Winzer verzichten bewusst darauf, um den Wein möglichst naturbelassen zu erzeugen.
Chlorose: Chlorose ist eine Mangelerscheinung der Rebe, bei der sich die Blätter gelb verfärben, während die Blattadern grün bleiben. Sie entsteht häufig durch Nährstoffmangel oder ungünstige Bodenverhältnisse. Im Bio-Weinbau wird Chlorose durch Bodenpflege, Kompost und natürliche Düngung behandelt.
Clarification (Klärung): Die Klärung dient dazu, Trubstoffe aus dem Wein zu entfernen, damit er klar und stabil wird. Im Bio-Weinbau werden dafür bevorzugt natürliche Mittel wie Bentonit oder pflanzliche Proteine eingesetzt. Auf tierische Schönungsmittel wird häufig verzichtet, um den Wein vegan zu halten.
Clos: Ein Clos ist ein von Mauern oder Hecken umgebener Weinberg. Diese traditionelle Form der Abgrenzung schützt die Reben vor Wind und schafft ein eigenes Mikroklima. Viele Clos werden heute biologisch bewirtschaftet, da sie sich gut für eine naturnahe Pflege eignen.
CO₂-Fußabdruck: Der CO₂-Fußabdruck beschreibt, wie viel klimaschädliches Kohlendioxid bei der Herstellung, Verpackung und beim Transport eines Weins entsteht. Viele Bio-Weingüter versuchen, diesen durch kurze Transportwege, leichte Flaschen und erneuerbare Energien zu reduzieren. Nachhaltigkeit umfasst dabei nicht nur den Weinberg, sondern die gesamte Produktionskette.
CO₂-Rückgewinnung: CO₂-Rückgewinnung bedeutet, dass das bei der Gärung entstehende Kohlendioxid aufgefangen und wiederverwendet wird. Dadurch wird der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert. Einige Bio-Weingüter setzen dieses Verfahren ein, um ihre Produktion noch umweltfreundlicher zu gestalten.
Cremigkeit: Cremigkeit beschreibt das weiche, samtige Mundgefühl eines Weins. Sie entsteht häufig durch Hefelager oder biologischen Säureabbau. Bei Bioweinen wird Cremigkeit nicht durch technische Zusätze erzeugt, sondern durch natürliche Reifeprozesse.
Cru: Cru bezeichnet eine besonders hochwertige Lage oder einen besonders hochwertigen Weinberg. Der Begriff stammt ursprünglich aus Frankreich und steht für Weine mit klarer Herkunft und hoher Qualität. Im Bio-Weinbau spielt das Cru-Prinzip eine große Rolle, da gesunde Böden und naturnahe Bewirtschaftung den Charakter der Lage deutlich zeigen.
Cuvée: Eine Cuvée ist eine Mischung aus verschiedenen Rebsorten oder aus unterschiedlichen Weinpartien eines Jahrgangs. Ziel ist es, bestimmte Eigenschaften wie Frucht, Säure und Struktur optimal miteinander zu verbinden. Bei Bio-Cuvées müssen alle verwendeten Weine aus kontrolliert biologischem Anbau stammen.
D
Degorgieren: Entfernen der Hefe bei Schaumwein nach der Flaschengärung.
Depot: Natürlicher Bodensatz in unfiltrierten Weinen – ein Zeichen schonender Herstellung.
Direktpressung: Sofortiges Pressen der Trauben ohne lange Schalenkontaktzeit, typisch für Weiß- und Roséwein.
Dosage: Zucker-Wein-Mischung zur Einstellung des Süßegrads bei Schaumwein.
E
Edelstahltank: Neutraler Gär- und Lagerbehälter, bewahrt Frische und Fruchtaromen.
Ertrag: Traubenmenge pro Hektar. Im Bioanbau niedriger, dafür aromatischer.
Extrakt: Nichtflüchtige Bestandteile wie Mineralien und Gerbstoffe, die dem Wein Fülle geben.
F
Feinhefe: Hefepartikel, auf denen der Wein lagert und an Cremigkeit gewinnt.
Filtration: Mechanische Klärung. Viele Bioweine werden nur leicht filtriert.
Flaschengärung: Zweite Gärung in der Flasche bei Sekt und Champagner.
Fruchtbetont: Wein mit ausgeprägten Fruchtaromen.
G
Gärung: Umwandlung von Zucker in Alkohol durch Hefen.
Ganztraubenpressung: Pressung der ganzen Trauben für besonders feinen Most.
Gerbstoffe (Tannine): Strukturgebende Stoffe aus Schalen, Kernen und Holz.
Grünlese: Entfernen unreifer Trauben zur Qualitätssteigerung.
H
Handlese: Manuelle Ernte mit selektiver Traubenauswahl.
Hefen: Mikroorganismen, die die Gärung auslösen.
Holzfass: Reifungsbehälter, der Aroma und Struktur beeinflusst.
I
Intensität: Stärke von Duft und Geschmack.
Insektizide: Im Bioanbau verboten – stattdessen Nützlinge.
J
Jahrgang: Erntejahr des Weins.
Jungwein: Frischer, noch nicht ausgebauter Wein.
K
Kaltmazeration: Kalte Maischestandzeit zur Aromaextraktion.
Kellerwirtschaft: Alle Arbeitsschritte im Weinkeller.
Klarheit: Optischer Eindruck des Weins.
L
Lage: Geografisch abgegrenzter Weinberg mit eigenem Charakter.
Lagerfähigkeit: Fähigkeit zur positiven Reifung.
Lebendiger Boden: Humusreicher Boden mit Mikroorganismen.
M
Maische: Mischung aus Saft, Schalen und Kernen.
Mazeration: Kontaktzeit von Schalen und Most.
Mineralität: Eindruck von Stein, Kreide oder Salz.
Most: Frischer Traubensaft vor der Gärung.
N
Nachhaltigkeit: Umwelt- und sozialverträglicher Weinbau.
Naturwein: Minimal verarbeiteter Wein mit sehr wenig Eingriff.
Nützlinge: Natürliche Schädlingsbekämpfer.
O
Oechslegrad: Maß für den Zuckergehalt des Mosts.
Oxidation: Reaktion mit Sauerstoff.
P
Perlwein: Leicht prickelnder Wein.
Pflanzenschutz: Im Bioanbau nur natürliche Mittel.
Primäraromen: Fruchtaromen aus der Traube.
Q
Qualitätswein: Gesetzlich definierte Qualitätsstufe.
Quetschung: Aufbrechen der Trauben vor der Gärung.
R
Rebsorte: Traubensorte wie Riesling oder Zweigelt.
Reife: Optimaler Erntezeitpunkt.
Resistente Sorten (PIWI): Pilzwiderstandsfähige Rebsorten.
Rückstandsfrei: Ohne synthetische Pestizidrückstände.
S
Schwefel (SO₂): Konservierungsmittel, im Bio-Wein stark begrenzt.
Schönung: Klärung mit natürlichen Stoffen.
Spontangärung: Gärung mit natürlichen Hefen.
Säure: Frische und Struktur im Wein.
T
Terroir: Zusammenspiel von Boden, Klima und Lage.
Tannine: Bitterstoffe aus Schalen und Holz.
Trocken: Sehr wenig Restzucker.
U
Umstellung: Übergang von konventionell zu Bio (meist 3 Jahre).
Unfiltriert: Naturbelassener Wein mit möglichem Depot.
V
Veganer Wein: Ohne tierische Klärmittel hergestellt.
Vinifikation: Herstellungsprozess des Weins.
Vollmundig: Kräftiger, dichter Geschmack.
W
Weinbergpflege: Rebschnitt, Begrünung, Bodenarbeit.
Weinstein: Kristalle aus natürlicher Weinsäure.
Z
Zertifizierung: Kontrolle und Bestätigung der Bioqualität.
Zweigelt: Beliebte Rotweinsorte im Bioanbau.
Zucker: Grundlage der Gärung und Alkoholbildung.