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La Sapata/Crama Delta Dunarii SRL
Das Projekt Crama Delta Dunarii der umbrischen Azienda di Fillippo ist ein Gemeinschaftsprojekt unter Beteiligung der lokalen Dorfbevölkerung und einem Freund Roberto Pieroni, der in Rumänien lebt. Er ist das ständige Bindeglied zwischen Italien und Rumänien. Andrea Pesaresi ist der Weinmacher und Roberto und Emma di Filippo sorgen sich um die Organisation, das ökologische (z.T. biodynamische) Management und die Vermarktung.

Weinlese mit Pferdefuhrwerk in Rumänien

Der kleine neu erbaute Weinkeller liegt am Rande des kleinen Örtchens Somova in der Provinz Tulcea. Viel der terrassierten Rebfläche bietet einen weiten Blick auf das von Flussläufen durchzogene Naturschutzgebiet des Donaudeltas. Es sind nur wenige Kilometer bis zum Meer, auf der gegenüberliegenden Seite der Donau liegt bereits Georgien.

Die 20 ha Rebfläche des jungen Weingutes sind mit durchschnittlich 40-50 Jahre alten Reben bestockt. Für die nächsten Jahre ist geplant, weitere 8 ha zu bepflanzen. Den Winzern ist es wichtig, keine internationalen Weine zu machen, weshalb sie vor allem eher unbekannte und autochthone Rebsorten wie Feteasca und Babeasca anbauen und nur wenige internationale Sorten wie Riesling, Aligoté, Merlot und Cabernet Sauvignon kultivieren.

Das Anliegen, die biologische Landwirtschaft zu verbreiten, Umweltbewusstsein zu kommunizieren und dabei sozial und ethisch zu agieren, steht im Vordergrund. Der typisch rumänische Weinstil soll weiter entwickelt werden und einen eigenständigen, wertigen Charakter darstellen. Im Weingut wird weitestgehend auf Maschinenarbeit verzichtet. Dafür werden neben Handarbeit auch wieder Pferde angespannt. Die Arbeit mit Pferden ist aber nicht nur romantische Nostalgie, sondern effizient und kostengünstig. Das Nutztier wird vor einen modernen Alupflug gespannt, der eine ähnliche Arbeitsgeschwindigkeit wie mit Maschinen erlaubt, aber ohne den Boden übermässig durch Verdichtung zu strapazieren.

Terrassierte Weinberge in Rumänien

In den letzten 2 Dekaden lagen die Weinberge meist brach und wurden nicht mit Pestiziden und chemischem Dünger belastet. Für Rumänien bietet sich biologischer Weinbau auch aus Kostengründen an, da die Kosten in Bezug zum Ertrag mittelfristig letztlich gleich sind wie im konventionellen Weinbau.

Als Fundament ihres Engagements ist Roberto und seinen MitstreiterInnen der menschliche Aspekt sehr wichtig. In der Region, wo Armut, Arbeitslosigkeit, Alkoholismus große Probleme darstellen, ist es eine Herausforderung und ein intensiver Prozess, ein eigenständiges und kompetentes rumänisches Weingutsteam zu bilden. Roberto liebt Menschen und soziale Herausforderungen dieser Art.

Aufgrund der agrarpolitischen Strukturen des ehemals sozialistischen Rumänien gibt es nur in sehr geringem Masse Weinbau der den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Landbevölkerung entspricht. Nachhaltige und umweltgerechte Landwirtschaft steckt noch in den Kinderschuhen, bzw. steht gänzlich abseits der Lebensrealität der rumänischen Agrarwirtschaft.

Fährt man durch die Landschaft im Osten des Landes nahe der Schwarzmeerküste quert man teilweise terrassierte Hügellandschaften. Hier wurde früher im Staatsbesitz befindliche Rebfläche bewirtschaft. Soweit das Auge reicht erstrecken sich nicht weiter gegliederte riesige Parzellen. Kaum vorstellbar, dass so "lieblos" Wein angebaut werden konnte. Aktuell liegen wesentliche Anteile dieser Rebanlagen brach und sind vollständig verwildert.

Die kulturellen Verbindungen zwischen Rumänien und Italien waren schon seit langen Jahren intensiv, gerade im Weinbau hat sich saisonale Arbeitsmigration etabliert. Nach Öffnung der politischen wie auch der intellektuellen Grenzen begannen vereinzelt französische, italienische und chinesische Weingüter in den nun "freien" Wirtschaften des Balkans zu investieren. Dieser Schritt kann kritisch betrachtet werden, aber ein solcher Schritt kann auch mit sehr verschiedenem Gestus und Konzept erfolgen.
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